In der deutschen Huffington Post erschien am 14. Oktober 2013 der Beitrag „Die Energiewende effizient gestalten“ von Peter Terium. Eine der Kernthesen stellen wir hier als Denkanstoß zur Diskussion. Den vollständigen Beitrag lesen Sie hier.

Wir sind grundsätzlich gut beraten, an einer vorsorgenden Klimapolitik festzuhalten. Umso wichtiger ist es, dafür zu sorgen, dass die Kosten der Energiewende nicht aus dem Ruder laufen. Denn dies würde ihre Akzeptanz in der Bevölkerung untergraben und den Industriestandort Deutschland gefährden. Kosteneffizienz ist der Schlüsselfaktor für den Erfolg der Energiewende. Wenn es uns als führendem Industrieland nicht gelingt, die Energiewende mit wirtschaftlichem Wachstum zu verbinden, dann werden sich weltweit kaum Nachahmer finden.

Die Energiewende wird nur dann kosteneffizient – und in diesem Sinne auch nachhaltig, wenn sie marktwirtschaftlich und europäisch ist.

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Nur wenn die Energiewende auch zu wirtschaftlichem Wachstum führt, wird sie weltweit Nachahmer finden.

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von Dr. Dietrich Gemmel, eprimo GmbH, Geschäftsführung

Während wir die Energiewende auf der politischen Ebene noch immer in Diskussionsmustern von gestern führen, sind die Bürger längst weiter: Sie kaufen energieeffiziente Haushaltsgeräte, statten ihre Häuser mit Photovoltaik-Anlagen oder Wärmepumpen aus, investieren in Wärmedämmung, achten auf den Spritverbrauch ihrer Autos, entscheiden sich in wachsender Zahl für Ökostrom- und Ökogastarife, interessieren sich immer stärker für Energie-Bürgergenossenschaften. Den Energieversorgern bläst der Wind ins Gesicht. Jammern nützt nichts - Markt, Kunde und der gesellschaftliche Konsens bestimmen die Windrichtung. Darin liegen für die Energiewirtschaft aber nicht nur Risiken, sondern auch große Chancen: Wenn der Wind bläst, bauen die einen Mauern und wir bauen Windmühlen!

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Die Bürger sind längst weiter als die politische Diskussion.

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von Dr. Hans Bünting, CEO, RWE Innogy GmbH

Das EEG war bisher ein deutsches Erfolgsmodell, das half die erneuerbaren Energien zum festen Bestandteil der Stromversorgung auszubauen. Diese sind nun mit rd. 25% Anteil an der Gesamtproduktion den Kinderschuhen entwachsen. Zeit, dass sie Verantwortung übernehmen und auf den bisherigen Welpenschutz verzichten. Denn damit ist das EEG in seiner aktuellen Form weder volkwirtschaftlich noch politisch haltbar. Das zeigt auch die aktuelle Strompreisdiskussion, die in Wahrheit ja eine EEG-Diskussion ist. 

Mit Blick auf die Systemsicherheit und den Strompreis ist nun die marktgerechte Weiterentwicklung des Förderprinzips gefragt. Die Förderung sollte weitgehend technikneutral erfolgen, neue Technologien sind im Sinne einer Starthilfe anderweitig und begrenzt zu fördern.

Es sollte dabei stets das Gesamtsystem betrachtet werden: Netze, Erneuerbare und Konventionelle – und das immer in der Perspektive eines europäischen Marktes. Nur mit einem ausgewogenen Energiemix kann meiner Einschätzung nach ein sicherer und bezahlbarer Weg zur langfristigen Veränderung der Erzeugungslandschaft hin zur weitgehenden CO2-Neutralität beschritten werden. Wenn wir es nicht schaffen, die Erneuerbaren nach und nach effizient in den Markt zu integrieren, droht die Energiewende zu scheitern.

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Das EEG sollte technikneutral fördern.

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von Matthias Schwanitz, Leiter Vertrieb Privatkunden, Lechwerke AG

Der Umbau der Energieversorgung in Deutschland hat Folgen: nicht nur für Energieversorger, sondern für jeden einzelnen Bürger. Darum müssen wir die Menschen auf dem Weg in die Energiezukunft mitnehmen. Besonders gut gelingt uns dies, wenn wir die Bürger in konkrete Projekte einbeziehen, zum Beispiel im Rahmen von Bürgerbeteiligungsmodellen. Im vergangenen Jahr haben wir das Programm LEW BürgerAktiv gestartet. Es bietet jedem die Möglichkeit, sich finanziell an der regenerativen Stromerzeugung zu beteiligen. Die Nachfrage nach unserem ersten Projekt – einem Solarpark – war groß: Das Angebot war deutlich überzeichnet.

Das hat zwei Gründe: Zum einen können sich auch Menschen beteiligen, die keine Möglichkeit haben, selbst eine Fotovoltaikanlage zu errichten. Mit LEW BürgerAktiv haben nun auch Mieter oder Wohnungseigentümer die Möglichkeit, erneuerbare Energien zu fördern und von einer attraktiven Verzinsung zu profitieren. Zum anderen investieren die Bürger bei LEW, weil sie uns die nötige Kompetenz zutrauen, das Jahrhundertprojekt Energiewende zu stemmen. Unsere Erfahrung und unser Fachwissen sind gefragt. Damit tragen wir entscheidend zum Erfolg der Energiewende bei und gestalten die Energiezukunft in der Region.

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Bürgerbeteiligung fördert die Energiewende.

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